Chancengleichheit hat viele Gesichter

Graz – Fünf steirische Unternehmen wurden in unterschiedliche Kategorien am 5. Oktober als „Frauen- und familienfreundlichste Betriebe der Steiermark 2007“ mit der „Taten-statt-Worte“-Trophäe ausgezeichnet.

Sie freuen sich über Kinderbesuch im Unternehmen, sie kommen Familien mit flexiblen Arbeitszeitmodellen entgegen, erleichtern Eltern den Wiedereinstieg nach der Karenz und investieren in verschiedenste Maßnahmen, damit ihre MitarbeiterInnen Familie und Beruf unter einen Hut kriegen – die Rede ist von den „Frauen- und familienfreundlichsten Betrieben der Steiermark 2007“.

71 steirische Unternehmen haben sich im europäischen Jahr der Chancengleichheit am Wettbewerb der Initiative „Taten statt Worte“ beteiligt. Eine elfköpfige Jury, in der unter dem Vorsitz von NRAbg. Ridi M. Steibl auch ExpertInnen der steirischen Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer und des AMS saßen, hat folgende fünf Unternehmen aufgrund ihrer überzeugenden Maßnahmen zu den „Frauen- und Familienfreundlichsten Betrieben der Steiermark 2007“ gekürt.

Kategorie Großbetriebe: Steiermärkische Sparkasse
1.564 Beschäftigte, davon 54 % Frauen
Highlights: Teilzeit, Gleitzeit und flexible Arbeitszeitmodelle möglich; betriebseigene Frauen- und Familienbeauftragte; Karenzverlängerung mit Rückkehrgarantie; insgesamt sehr umfangreiche Maßnahmen zur Gleichbehandlung
Kontakt: Prokurist Johann Mehrl; Tel. 050 100-35532; johann.mehrl@steiermaerkische.at; www.steiermarkische.at


Kategorie Mittelbetriebe: Great Lengths Haarvertriebs GmbH, St. Stefan im Rosental

29 MitarbeiterInnen, davon 27 Frauen
Highlights: eigener, gänzlich vom Unternehmen finanzierter Betriebskindergarten; Weiterbildung wird gefördert; Wechsel zwischen Teilzeit und Vollzeit möglich; Kosten für Weiterbildung für MitarbeiterInnen werden voll übernommen
Kontakt: Prokuristin Anita Lafer; Tel. 03116 81355-21; anita.lafer@great-lengths.at; www.great-lengths.at

Kategorie Kleinbetriebe: Kirchenwirt Familie Fritz, Aigen im Ennstal
Familie Fritz & 6 Mitarbeiterinnen
Highlights: Arbeitszeiten auf individuelle Bedürfnisse angepasst; Mitarbeiterinnen können Arbeitszeiten untereinander selbstständig abstimmen; persönliche Unterstützung z.B. bei der Organisation von Betreuungspersonen; Firmenmotto: „Wir sind eine große Familie“
Kontakt: Inhaber Anton Fritz; Tel. 03682 23310; kirchenwirt.aigen@aon.at; www.kirchenwirt-aigen.at

Kategorie Öffentliche Unternehmen: Karl-Franzens-Universität, Graz
3.120 Beschäftigte, davon 50 % Frauen, hoher Frauenanteil auch in Führungsebene: 3 Vizerektorinnen seit Okt. 2007
Highlights: Individuelle Arbeitszeitregelungen möglich; Kinderbetreuungsanlaufstelle „unikid“; Kindergarten, Kinderkrippe & Babysitterpool; bei Bedarf erweiterter Pflegefreistellungsanspruch; mehrere interne Einrichtungen, um die Chancengleichheit der Bediensteten zu verbessern; insgesamt sehr umfangreiche Maßnahmen zur Gleichbehandlung
Kontakt: Vizerektorin ao Univ.-Prof.in Dr.in Renate Dworczak, Tel. 0316 380-2214, renate.dworczak@uni-graz.at; www.uni-graz.at

Kategorie Non-Profit-Unternehmen: ALTERNATIVE – Zentrum für Ausbildungsmanagement, Gleisdorf
15 Mitarbeiterinnen
Highlights: Führungskräfte auch in Teilzeit; Flexible Arbeitszeiten; bei Bedarf vorübergehende Heimarbeit möglich; 100 % Rückkehrquote aus der Karenz; Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen werden übernommen
Kontakt: GF Stefanie Brottrager, Tel. 03112 7720-12, stefanie.brottrager@alternative.or.at, www.alternative.or.at

Preisverleihung mit LR Vollath und LR Buchmann
Am 5. Oktober wurde den ausgezeichneten Unternehmen im Rahmen eines Festaktes in der Grazer Burg öffentlich die „Taten-statt-Worte“-Trophäe überreicht. Ridi M. Steibl bekam dabei Unterstützung von Familienlandesrätin Bettina Vollath, von Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und vom Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Peter Mühlbacher.

Auszeichnung als wirksames Instrument zur Bewusstseinsbildung„Die Siegerbetriebe haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirksame Maßnahmen gesetzt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre MitarbeiterInnen zu verbessern und Fairness für Frauen zu schaffen“, sagte Ridi M. Steibl, die den Wettbewerb 1992 in der Steiermark ins Leben gerufen hat und in der Zwischenzeit auch die bundesweiten Aktivitäten der Initiative „Taten statt Worte“ koordiniert. „Mit der Auszeichnung für frauen- und familienfreundliche Betriebe haben wir ein wirksames Instrument für eine erfolgreiche Bewusstseinsbildung in Unternehmen geschaffen. Der Schlüssel für Unternehmen mit Zukunft liegt zu einem großen Teil in einer gelungenen Personalpolitik, in der Chancengleichheit eine wesentliche Rolle spielt“, ist die Wettbewerbs-Initiatorin überzeugt.

KONTAKT
NAbg. Ridi M. Steibl, Initiative „Taten statt Worte“
p.A. Gründerinnenzentrum Steiermark
Nikolaiplatz 4/II, 8020 Graz
Tel.: 0316/720810
E-Mail: office@taten-statt-worte.at
www.taten-statt-worte.at

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