Gender Brainwashing

Die Sprache zementiert Herrschaftsverhältnisse ein. Heißt es. Ändern wir die Sprache, dann ändert sich die Welt. – Linguistisch und politisch gesehen ist das Unsinn. Denn das sprachliche Gendern ist ein Pyrrhussieg auf dem Weg zur Gleichbehandlung.

Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Gender-Bewegung mit einem englischen Begriff operiert. Aus der Werbeforschung wissen wir seit einigen Jahren, dass rund 80 % der englischen Werbesprüche von der breiten Masse im deutschsprachigen Raum nicht oder falsch verstanden werden. Wenn man schon „Come in and find out“, wie der Slogan einer Parfumkette früher lautete, landläufig mit „Komm rein und finde wieder raus“ übersetzt, welchen Reim soll man sich dann auf das Silbenungetüm „Gender Mainstreaming“ (wörtlich: „Geschlecht hauptströmen“) machen? Dass es um nachhaltige Intimhygiene geht? Oder darum, den Einfluss der Geschlechterrolle im gesellschaftlichen Leben in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken? Oder darum, hinter jede Berufsbezeichnung im Plural ein „-Innen“ zu setzen, damit auch jede/r mitkriegt, dass Menschen  beiderlei Geschlechts gemeint sind, wenn man von Berufs- und Personengruppen spricht? – In Österreich, vielleicht aber auch im ganzen deutschen Sprachraum, entschied man sich für die letztere Variante. Der sprachliche Aspekt des Gender Mainstreamings erhielt des Rang eines Leitprojekts, geschlechtsneutrale Schrift und Sprechweise wurde zum Inbegriff des politisch korrekten Instruments zur Durchsetzung der Chancengleichheit. Vor allem an Universitäten wird seit Jahren „gegendert“, was das Zeug hält; aus Studenten wurden Studierende, aus Absolventen wurden Absolventinnen und Absolventen bzw. „AbsolventInnen“, aus Professoren ProfessorInnen usw. Auch große Unternehmen entdeckten diese Form des Gender Mainstreamings für sich und hängten in ihren Geschäftsberichten, wo es notwendig schien, ein „-Innen“ an und freuten sich im Übrigen, dass der Forderung nach Chancengleichheit hierzulande so billig nachzukommen ist.

Schönheitsfehler im Konzept

Jedoch: Mehrere Aspekte sind an diesem auf die Sprache konzentrierten Verständnis von Gender Mainstreaming fragwürdig. Da ist einmal der Schönheitsfehler, dass eine Sprache, die sich permanent an die Leserin/den Leser richtet, die/der diesen Text verständnisvoll/-los verfolgt, eine tendenziell sperrige Angelegenheit wird. Jeder Texterin/jedem Texter, der/dem gute Lesbarkeit und damit höhere allgemeine Verständlichkeit Anliegen sind, steigt insgeheim die Grausbirn‘ auf, wenn eine Kundin/ein Kunde, die/der fürs Geld anschaffen kann, was sie/er will, ihre/seine Texte „gegendert“ haben will … Die Klagenfurter Universitätsprofessorin Maria Nicolini spricht in diesem Zusammenhang von einer „Überfrachtung der Sprache mit Gendersignalen“.

Etwas anderes aber wiegt weit schwerer, und das ist der Umstand, dass dieses verbale „Gendern“  einer im Grunde naiven, weil eindimensionalen Auffassung der wirklichkeitsabbildenden und -erzeugenden Funktion von Sprache folgt, wonach allein unsere Sprache unsere Weltsicht bestimme und umgekehrt. So nach dem Motto: Wenn wir lang genug gendern, wird sich die Gleichbehandlung schon durchsetzen. Aber das ist Zauberglaube. Da könnte man genausogut den zweiten Merseburger Zauberspruch in den Lehrplan der Veterinäruniversität aufnehmen.

Oder, um es an einem beruflichen Beispiel festzumachen, bei dem sich hierzulande ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern offenbart: Wenn wir nur konsequent von „TechnikerInnen“ reden, werden irgendwann wie von selbst die Mädchen in die technischen Berufe strömen. Jedoch weiß man, dass dem nicht so ist und dass jahrelanges gegendertes Werbetrommelrühren in dieser Hinsicht wenig bewegt hat. Im patriarchalen Russland und im noch patriarchaleren Iran gibt es vermutlich mehr Ingenieurinnen als in ganz Westeuropa zusammen. Woran das liegt, darauf gibt es keine zufriedenstellende Antwort. Jüngste deutsche Forschungen behaupten, die Neigung zur Technik werde hormonell im Embryonalstadium angelegt. Aber warum dann weibliche russische Embryos mehr Technikhormone abbekommen als deutsche, diese Frage bleibt offen.

Warum endlich mehr Frauen Uni-Professoren wurden

Selbst in Bereichen, die tendenziell frauenfreundlicher sein müssten, weil sie die Fackel der Aufklärung vor sich hertragen, hat exzessiv betriebenes sprachliches Gendern von sich aus wenig bewirkt: Universitätslektorinnen wurden in Österreich erst ab dem Zeitpunkt verstärkt zu Professoren berufen, als der Staat 2005 den Universitäten im Rahmen des Programms „exzellentia“ Prämien in der Höhe von insgesamt über 800.000 Euro in Aussicht stellte: Für jeden Lehrstuhl, auf den eine Frau berufen wurde, bekam die Uni über 33.000 Euro als Prämie überwiesen. Erst ab da steigt der Anteil an Professorinnen und Rektorinnen an Österreichs Universitäten deutlich (von 9,4 % anno 2002 auf 23 % anno 2015). Dass die gegenderte Sprache einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hätte, möchte ich entgegen der von mir ansonsten bevorzugten sozial-liberalen politischen Meinung in Frage stellen. Und zwar aus mehreren Gründen:

  • Empirische Belege für die Nützlichkeit des sprachlichen Genderns wurden relativ spät erbracht und sind dennoch nicht eindeutig. Von 1983 bis 2002 kam die feministische Linguistik einfach mit der mantrahaft wiederholten Behauptung aus, die Sprache bilde die patriarchalischen Verhältnisse ab und zementiere sie ein. Daher müsse man die Sprache ändern. Das Binnen-I wurde mehr oder minder etabliert, und erst nach fast zwei Jahrzehnten wurde versucht, das Behauptete mit empirischen Studien zu belegen; und obwohl die 2001/02 durchgeführten Studien von Sabine Sczesny und Dagmar Stahlberg in sich widersprüchlich waren, werden seither jene Untersuchungsergebnisse, die für das Gendern sprechen, als Beweise für dessen Notwendigkeit im Köcher geführt, aber die ebenfalls vorliegenden Ergebnisse, die keinen Effekt des Genderns belegen konnten, einfach ausgeblendet. Dazu am Ende dieses Textes mehr.
  • Empirisch ohne Beleg ist nach wie vor die Annahme, dass die gesellschaftliche Wahrnehmung der Rollen von Mann und Frau zum Gutteil von der Sprache geprägt werden würde. Es gibt zwar laufmeterweise feministische und/oder sprachwissenschaftliche Aufsätze, die die Hypothese von der sprachlichen Bedingtheit der gesellschaftlichen Rollen von Mann und Frau als Tatsache hinstellen; das Bedauerliche daran ist nur, dass solche Aufsätze den empirischen Beweis schuldig bleiben und sich stattdessen mit theoretischen Ableitungen zur wirklichkeitskonstruierenden Funktion der Sprache begnügen. Insgesamt hat man bei manchen dieser Texte den Eindruck, die katholische Lehre von der Erbsünde hätte sich hier als Lehre von der sprachlichen Erbsünde des Deutschen eine feministische Inkarnationsform gesucht.
  • Nach wie vor hält sich hartnäckig das Gerücht, Eskimos oder Inuit würden 64 oder mehr Worte für Schnee kennen, weil ihnen der Schnee um so vieles vielgestaltiger erscheine als unsereinem. Dies wäre natürlich ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Wirklichkeitswahrnehmung und Sprachgestaltung miteinander korrelieren. Das Problem ist nur, dass es nicht stimmt, sondern dass die Inuit, wie der Linguist Geoffrey Pullum Anfang der 1990er-Jahre klargestellt hat, auch nicht mehr Ausdrücke für Schnee haben als beispielsweise die Tiroler, also ungefähr zwölf. Der Weiterverbreitung des falschen Schnee-Gerüchts tut das aber keinen Abbruch.
  • Wenn man den Spracherwerb kleiner Kinder beobachtet, wie ich zurzeit die Gelegenheit habe, stellt man erstaunt fest, dass generische Nomen auf der Prioritätenliste des kindlichen Wortschatzes weit, weit unten stehen. Zuerst kommen Mama-Papa-Oma-Opa und die Namen der Liebsten, dann kommen Adjektive (groß, nass, laut …), vermischt mit Verben und Nomen für Gegenstände und Tiere; dann kommt lange nichts. Wenn ein Kind so weit ist, sich Berufsgruppenbezeichnungen im korrekten Genus vorzuknöpfen, hat sich der/die Kleine jedenfalls schon gut eingeprägt, wer ihm Spritzen gibt und Medizin verschreibt (im Fall meines Kleinen eine Frau), wer die Straßenbahnen und Busse steuert (Männer und Frauen), wer ihm die Haare schneidet (detto), und wer bei uns daheim den Rasen mäht, bügelt und das Geschirr abwäscht (nämlich ich).

Ein Outing: Ich stamme aus einer Familie, in der die Frau die Haushaltskasse verwaltete und den Hausbau organisierte (vom Haushalt ganz zu schweigen). Und ich vertraute mich bei Krankheiten bereits zu einer Zeit Ärztinnen an, wo ich noch gar nicht auf die Idee gekommen wäre, Frauen könnten nicht gemeint sein, wenn man von „Ärzten“ redet. Von daher unterstütze ich die Sache der beruflichen/gesellschaftlichen Gleichbehandlung von Mann und Frau zu 100 %. Und ich bin auch sehr dafür, dass die Angewohnheit vieler Unternehmen, Frauen für dieselbe Leistung schlechter zu bezahlen als Männer, unterbunden gehört. Aber ich bin skeptisch geblieben, was die so genannte „geschlechtsneutrale“ Schreib- und Sprechweisen betrifft. Ich rede zwar die Teilnehmer meiner Lehrveranstaltungen meist mit „Studentinnen und Studenten“ an, weil ich denke, das wäre ein Akt des Respekts den weiblichen Studenten gegenüber. (Obwohl geschätzte 60 % von ihnen mit gegenderter Sprache nichts anfangen können. ) Aber überzeugt bin ich von der grammatikalischen Notwendigkeit dieser Anrede nicht wirklich, denn schon früh ist mir eines klar geworden: Das Wort beim Wort zu nehmen, ist der Ursprung allen Irrtums.

Die weiblichen Männer

Alle meine Gesprächspartner halten es zuerst für einen Scherz, wenn ich sie auf einen inneren Widerspruch feministischer Linguistik aufmerksam mache. Doch ich meine es gar nicht ironisch, wenn ich auf Folgendes hinweise: Warum soll es einen Unterschied machen, ob man „Ärzte“ sagt und Männer und Frauen dieser Berufsgruppe meint, oder „Ärztinnen und Ärzte“? – Weil, so die Argumentation, erst das „-innen“ das weibliche Geschlecht der Personen anzeige, die gemeinsam mit männlichen Vertretern hinter der Berufsgruppe stehen, und weil man, so die Überlegung, die Frauen in dieser Gruppe unterschlage, wenn man sie nicht sprachlich extra kennzeichne. So weit, so gut. Nur: Die feministische Linguistik hat in den 1980ern viele Betrachtungsweisen aus dem Englischen übernommen, wo das Artikelwort  unabhängig vom grammatischen Geschlecht des begleiteten Wortes immer „the“ lautet. Im Deutschen gibt es aber noch eine weitere Kennzeichnung für das Genus, und zwar die Artikelwörter „der, die, das“. Dass beispielsweise ein Wort wie „Frau“ grammatikalisch dem weiblichen Geschlecht angehört, erschließt sich per se (also zum Beispiel für fremdsprachige Deutschlerner) nicht aus der Endung, sondern allein aus dem dazugehörenden Artikelwort „die“. Dasselbe gilt für alle nominalisierten Adjektive („der/die Gescheite, Schnellste, Beste“). „Die“ zeigt das weibliche Geschlecht an, wie wir wissen. Gleichzeitig zeigt aber das weibliche „die“ auch generell die Mehrzahl an. Und das ist der Punkt, auf den ich hinaus will: Das weibliche „die“ kennzeichnet zum Beispiel auch die Mehrzahl von „die Ärzte“. Wie kann es sein, dass den feministischen  Linguistinnen, die dermaßen an den Sinnfeldern einzelner Silben kleben, entgangen ist, dass sich hier Weibliches und Männliches in perfekter Harmonie befindet? Bei einem so ausgewogenen Zusammenspiel von Männlichem und Weiblichem wie in „die Ärzte“ erblassen sogar Yin und Yang vor Neid. Aber es geht noch weiter, denn es heißt ja auch „die Männer“. Tritt hier nicht ein zutiefst matriarchaler Aspekt des Deutschen zutage? Müssten jetzt nicht alle „Maskulinisten“ wegen des weiblichen Artikelwortes aufbrüllen und sich sprachlich benachteiligt fühlen, gleich wie es die Feministen wegen der männlichen Endung im generischen Maskulinum tun? Sind „die“ Männer jetzt weiblich zu verstehen? – Antwort: Genau so wenig oder so sehr, wie „die Ärzte“ von sich aus nur als Männer zu denken sind. Sprache ist eine Konvention, eine Übereinkunft zwischen allen Sprechern (Sprecherinnen und Sprechern), und wenn die sich aufgrund ihrer Welterfahrung darüber einig sind, dass in der allgemeinen Form „die Ärzte“ Männer wie Frauen enthalten sind, gibt es eigentlich kein Problem.
Und doch gibt es mehrere Probleme. Denn es fühlen sich viele, die die Sache der Gleichberechtigung unterstützen, und denen der Floh ins Ohr gesetzt wurde, in unserer Muttersprache habe das Patriarchat tiefe Spuren hinterlassen, die man mit bewusstem Sprechen ausbügeln könne, bemüßigt, sich der Doppelformen und des Binnen-Is zu bedienen.

Alle lieben Mirko

„I believe in Miracle“ heißt es im Soul-Disco-Klassiker „You Sexy Thing“ aus den 1970er-Jahren, Hot Chocolate nannte sich die Band, die mit dem Song nicht schlecht verdiente. Ich hatte nie Probleme, die Anfangszeile dieses Liedes richtig zu verstehen – bis eines Tages die Theatertruppe „Maschek“ in einer Produktion das Lied als Paradebeispiel des Verhörens zitierte. Der Maschek-Darsteller auf der Bühne sagte, er habe sich jahrelang gewundert, warum Hot Chocolate in diesem Hit einen Knaben namens Mirko besinge. Denn die Anfangszeile von „You Sexy Thing“, so Maschek, laute in Wahrheit „Alle lieben Mirko“. Dann drückte das Maschek-Mitglied auf den Knopf des CD-Players, der Song erklang, und das ganze Publikum hörte deutlich, wie der Sänger „Alle lieben Mirko“ sang. Seither höre ich, wenn „You Sexy Thing“ erklingt, zu Beginn ganz deutlich „Alle lieben Mirko“ statt „I believe in miracle“. Eine ganze Reihe solcher Verhörer hat übrigens Axel Hacke im Buch „Der weiße Neger Wumbaba“ versammelt (das ihm natürlich den Rassismus-Vorwurf einbrachte), abgeleitet von einer Zeile in einem Schubert-Lied: „Der weiße Nebel wunderbar“.

Ein wenig wie mit diesen Verhörern verhält es sich mit der geschlechtsneutralen Sprech- und Schreibweise: Ist man erst einmal auf die Betrachtungsweise konditioniert, die von der feministisch-chauvinistischen Sprachbetrachterin Luise F. Pusch in den 1980ern losgetreten wurde, nämlich dass man nur in der Form mit „-Innen“ auch die Frauen einer Berufsgruppe mitdenken kann, dann wird einem tatsächlich immer etwas abgehen, wenn man lediglich den (generischen) Plural Maskulinum hört – begleitendes weibliches Artikelwort „die“ hin oder her. Denn: An der Sprache bleiben Muster des (Miss-)Verstehens haften wie alter Kaugummi an der Schuhsohle.

Genau in diese Richtung hat sich unsere Sprachwahrnehmung bereits verändert: Der deutsche Kognitionspsychologe Klaus Rothermund von der Universität Jena kam in einer  Studie über „Automatische geschlechtsspezifische Assoziationen beim Lesen von Texten mit geschlechtseindeutigen und generisch-maskulinen Text-Subjekten“ (veröffentlicht 1998 in Heft 17 der Zeitschrift „Sprache & Kognition“) zu dem Ergebnis, dass offensichtlich das Artikelwort „die“ des Plurals bei generischen Maskulina mehr weibliche Assoziationen als männliche hervorruft. Oder einfacher ausgedrückt: Das Artikelwort „die“ vor grammatikalisch „männlichen“ Berufsbezeichnungen in der Mehrzahl hat tatsächlich Gedanken an Frauen als Ausübende eines Berufes hervorgerufen. Ein Ergebnis, das sich 10 Jahre später in einer Untersuchung eines Teams rund um den Schweizer Kognitionspsychologen Pascal Gygax nicht mehr wiederholen ließ. Wenn man davon ausgeht, dass beide Forscher mit ihren Teams ihre Arbeit gut und richtig gemacht haben, lässt das nur einen Schluss zu: Dass sich zwischen 1998 und 2008 die sprachliche Wirklichkeit den Thesen der feministischen Linguistik angepasst hat, und dass von immer mehr Menschen allein Doppelnennung und Binnen-I als geschlechtsneutral aufgefasst werden, während das generische Maskulinum langsam sein Ausgedinge erfährt.

Ideologisches Konstrukt

Feministinnen haben im 20. Jahrhundert erkannt und mit der Zeit immer schärfer herausgearbeitet, dass Frauen über Jahrhunderte hinweg gesellschaftlich unterdrückt und systematisch übervorteilt wurden. Dass die Natur diese Übervorteilung ausgleicht und die österreichischen und deutschen Männer im Schnitt rund fünf Jahre früher von der Lebensbühne abberuft als die Frauen – OK, dagegen kann man nichts machen. Dass in Österreich nach wie vor junge Männer einige Monate ihrer Lebenszeit für den Wehrdienst opfern müssen und die Frauen nicht – ebenfalls Pech für Egon. Unbestreitbar ist auch, dass Frauen im wirtschaftlichen Leben deutlich schlechter gestellt sind als Männer. Im Gegenzug müssen die Männer im Schnitt fünf Jahre länger arbeiten als die Frauen, um ihre Pension zu bekommen, die sie dann aufgrund der kürzeren Lebensspanne (s. o.) einige Jahre weniger lang genießen können. Macht in Summe für die Männer durchschnittlich zehn Jahre arbeitsfreie Zeit weniger, dafür ein schwaches Jahr zwangsweisen Staatsdienst zusätzlich. Aber gut – das ist halt so, das haben sich die Machos selbst eingebrockt, oder? Gegen die Biologie kann man nichts machen, gegen den späteren Pensionsantritt offenbar auch nichts, und die kürzere durchschnittliche Lebenserwartung von Männern lässt sich leider ebenso wenig wegreden wie die ökonomische Schlechterstellung der Frau.

Nicht nur Feministinnen forderten und fordern mehr Rechte, mehr berufliche Möglichkeiten für Frauen und gleichen gesellschaftlichen Einfluss. – Was unbedingt zu unterstützen ist. (Obwohl man sich manchmal fragt, was die Frauen eigentlich reitet, bei Wahlen wie in den USA oder der österreichischen Nationalratswahl 2017 erst recht wieder mehrheitlich narzisstisch gestörten Machos, neoliberalen Schönlingen und heimattümelnden Chauvinisten ihre Stimme zu geben.) Und die Feministinnen meinten und meinen, dass die Sprache dabei eine wichtige Rolle spielt. – Was meines Erachtens fragwürdig ist. Und zwar nicht nur linguistisch fragwürdig, sondern im Grunde politisch höchst fragwürdig. Nach dem Motto: Das Ziel ist hehr, der Weg totalitär.

Alles wäre wenigstens stimmig, wenn es tatsächlich so wäre: Wenn die Sprache die Wirklichkeit formte und vice versa, und wenn die breite Masse, indem man von nur lange genug von „Ärztinnen und Ärzten“ spricht, nicht mehr glaubt, dass die Frau im weißen Kittel, die zur Visite kommt, nur die Krankenschwester sein kann. Wenn es beispielsweise auch so wäre, dass Gesellschaften, in deren Sprachen das grammatische Genus eine untergeordnete Rolle spielt (Englisch), die Geschlechter gleichberechtigter sind als in solchen, wo das nicht der Fall ist (Russisch). Und wenn es so wäre, dass im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit die Stellung der Frau in der DDR analog zur gleichen Sprache die gleiche gewesen wäre wie in der BRD. – Dann wenigstens diente das ganze sprachliche Gendern und die Schreib- und Zungenverrenkungen des politisch korrekten Deutsch einem hehren Zweck. Weil aber die Wirklichkeit vielgestaltiger ist als die Sprache, und weil wir die Frau im weißen Kittel als Ärztin anerkennen, nicht weil alle immer brav „Ärztinnen und Ärzte“ sagen, sondern weil wir irgendwann die Erfahrung gemacht haben, dass die Frau, die ins Krankenzimmer kommt, die Ärztin ist und ihr Begleiter bei der Visite der Krankenbruder ist, deshalb erscheinen die ganzen Bemühungen um eine so genannte „geschlechtsneutrale“ Sprache im Besonderen und um das politisch korrekte Sprechen im Allgemeinen als etwas ganz anderes: nämlich als rein ideologisches Konstrukt. Es steht schon bei Luise F. Pusch, dass es nicht wirklich um eine linguistische Frage geht, sondern um eine „sprachpolitische“. Und von der Sprachpolitik ist es nur ein kleiner Schritt zur Sprachpolizei.

Wasch das Gehirn

Indem man für „geschlechtsneutrales“ Sprechen/Schreiben eintritt, bedient man sich der Sprache als Instrument der  Manipulation. Die feministische Linguistik hat den fundamentalen Unterschied zwischen grammatikalischem Genus und realem Sexus wortreich wegargumentiert und behauptet, die Sprache müsse von patriarchaler Überformung befreit werden. Auf dieser Basis hat der Feminismus als Tochter der Aufklärung eine ideologisch motivierte Umprogrammierung in Gang gesetzt. Paradox daran ist, dass auf diese Weise der Versuch, Frauen aus ihrer gesellschaftlich bedingten Unmündigkeit zu befreien, in einen Akt der umfassenden gesellschaftlichen Bevormundung mündet. Und dass sich politisch korrektes Sprechen somit als eine Spielart von Gehirnwäsche präsentiert. Georgia Orwell lässt grüßen.

Wir wissen: Alle europäischen autoritären Systeme des 20. Jahrhunderts (egal ob faschistisch oder kommunistisch) wollten das Denken ihrer Bürger – Männer wie Frauen – durch Sprachregelungen und geistige Zensur beeinflussen, um Kritik auszuschalten und politische Ziele durchzusetzen. Der Versuch, die Ansichten der Menschen durch gezielte Eingriffe in die offizielle Sprachregelung zu ändern – so hehr die dahinter stehenden Absichten auch sein sollten (aber das waren sie aus der Sicht der jeweiligen Proponenten einer Ideologie immer) –, muss als totalitär bezeichnet werden (oder zumindest als sektiererisch), weil er auf einen persönlichsten und innersten Bereich des Subjekts abzielt und diesen umformen will: seine Sprache. Wie würde der Fleischhauer Karl Bockerer sagen, dieser Filmfigur gewordene Inbegriff des moralisch integren Sturschädels in faschistischen Zeiten: „Gender Mainstreaming – do haut’s da die Zähn‘ auße!“ (*)

Während die Konsumgesellschaft dem Rausch der Pseudoindividualität frönt, stirbt das Subjekt seinen postmodernen Tod. Man hat uns schon dazu gebracht, uns selbst durchs Leben zu regeln, in Rastern von Marktbedingungen und Nützlichkeitserwägungen zu denken, und seit zirka 25 Jahren werden wir dazu angehalten, uns bei jedem Wort zu überlegen, ob es politisch korrekt ist, was wir, weil wir ja die gute Sache unterstützen wollen, ebenfalls gutmütig mitmachen. Warum eigentlich? Kritik an der „geschlechtsneutralen“ Sprache nach Pusch‘schem Strickmuster wird meist mit Kritik am Feminismus und Kritik an der Sache der Gleichbehandlung gleichgesetzt (also verwechselt).  Oder wie Florian Klenk im Falter 42/2017 schrieb: „Wer nicht gendergerecht spricht, ist als Sexist entlarvt.“ Und noch schlimmer, wenn man die sprachlichen Auswüchse des Genderns zu kritisieren wagt: Da  wird man bald einmal als reaktionärer Krapfen oder wirrer Ignorant  gescholten. Und wer will das schon sein, der sich für aufgeklärt, sozial und liberal hält? Aber man muss die Dinge entkoppeln, um klar denken zu können. Und man muss sagen dürfen, was man denkt: Dass die Kaiserin nackt ist, und dass die Sprache nach allem, was man beim täglichen Umgang mit ihr beobachten kann, NICHT die sozialen Bedingungen der Geschlechterrollen prägt – ja vielleicht nicht einmal wirklich abbildet. Doch wer das öffentlich sagt, wird abmontiert. Davon kann beispielsweise Walburg Ernst ein Lied singen: Sie war Vorsitzende des österreichischen Komitees zur Neugestaltung der „Richtlinien der Textgestaltung“ (ÖNORM A 1080). Als anno 2014 öffentlich ruchbar wurde, dass sich ihr Komitee im Entwurf der Richtlinien gegen das „Gendern“ aussprach, geriet Frau Ernst in die Kritik. In Interviews durfte sie noch einmal ihre Meinung äußern, zum Beispiel: „Gleichbehandlung ist ein Ziel, das auf der Ebene des Faktischen vorangetrieben werden muss. Welcher Frau hat das Binnen-I zu einem besseren Job oder zu mehr Bezahlung verholfen?“ – Aber das war es dann auch schon. So schnell konnte die gute Frau gar nicht schauen, war ihr Komitee (übrigens auf Drängen führender sozialdemokratischer Politikerinnen) schon aufgelöst.

Exkurs: Der Verweis auf den empirischen Beleg

Wie ideologisch, befindlichkeitsbezogen und wenig sachlich die Diskussion über die „geschlechtsneutrale Sprache“ verläuft, erkennt man auch daran, wie oberflächlich und beliebig mit Forschungsergebnissen umgegangen wird. Man bzw. frau zitiert meist nicht aus den Studien, sondern verweist nur darauf, vielleicht ohne sie je konsultiert zu haben. Wie sonst kann es sein, dass etwa die Ergebnisse des Aufsatzes „Das generische Maskulinum und die Alternativen“ von Friederike Braun, Sabine Sczesny und Dagmar Stahlberg, publiziert in der „Zeitschrift für germanistische Linguistik“ (Bd 167-168/2002), ausschließlich als Argumente pro Doppelnennung und Binnen-I genannt werden, obwohl die Studienergebnisse insgesamt so eindeutig nicht sind.

2001 hatten Braun, Sczesny und Stahlberg in Deutschland drei Versuche mit jeweils rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern jüngeren Alters durchgeführt, um herauszufinden, ob das generische Maskulinum als neutral wahrgenommen wird oder nicht. (Allein die Auswahl der Altersgruppe kann als nicht repräsentativ betrachtet werden und könnte die Ergebnisse beeinflusst haben, aber egal.) In einem Versuch wurden den Probanden die Frage nach dem liebsten Romanhelden / Lieblingssportler / Lieblingsmusiker in drei Versionen unterbreitet:

  1. generisches Maskulinum: Wer ist Ihr liebster Romanheld (etc.)?
  2. neutralisierende Form: Wer ist Ihre liebste Romanfigur?
  3. Beidnennung: Wer ist Ihre liebste Romanheldin/Ihr liebster Romanheld?

Ergebnis: Bei neutralisierender Form und Beidnennung wurden mehr als doppelt so viele Frauen genannt wie beim generischen Maskulinum.

In einem zweiten Versuch wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, die drei prominenten Persönlichkeiten zu nennen, die ihnen am schnellsten einfielen. Hier zeigte sich erstaunlicherweise kein signifikanter Unterschied, ob die Frage mit generischem Maskulinum und Beidnennung gestellt wurde! Jedoch wurden doppelt so viele Frauen genannt, wenn mit Binnen-I nach SportlerInnen, SängerInnen, PolitikerInnen gefragt wurde.

„Signifikante Unterschiede in der Wirkung generischer Formen sind also nachgewiesen, aber rechtfertigen sie auch den Aufwand, den sprachliche Gleichstellung bedeutet?“, schreiben die Autorinnen des linguistischen Beitrages. Und sie schließen mit der Folgerung: „Aus welchem Grund sich Sprecherinnen und Sprecher nun für oder gegen sprachliche Gleichstellung entscheiden mögen, es sollte ihnen klar sein, dass diese Formulierungen Folgen haben.“ Dass die von ihnen nachgewiesenen Folgen jedoch keiner erkennbaren Logik folgen – denn bei einem Versuch ergab ausschließlich das Binnen-I den signifikanten Unterschied, aber nicht die Beidnennung; beim anderen machte die Beidnennung sehr wohl einen Unterschied – und daher weiterer Untersuchungen bedurft hätten, ließen die Autorinnen dahingestellt.

Unklar bleibt damit, welche Folgen „geschlechtsneutrale“ Formulierungen tatsächlich haben. Denn wie die dritte Untersuchung von Braun et. al. zeigt, hat die sprachliche Differenzierung nur dann einen Effekt, wenn sie mit den realen Gegebenheiten korrespondiert. In der dazugehörigen Studie hat dasselbe Forschungsteam anno 2001 unter Delegierten der SPD bzw. CDU nach Kanzlerkandidaten (generisches Maskulinum) bzw. Kandidatinnen oder Kandidaten für dieses Amt gefragt. Es zeigte sich dabei, dass die sprachliche Differenzierung nur dann zur Nennung von mehr Frauennamen führte, wenn es in der jeweiligen Partei auch real geeignete Kandidatinnen dafür gab. No na. Kandidatinnen wachsen nicht aus dem Boden, nur weil man gendert. Und die Gesellschaft ändert sich nicht durch Sprache, selbst wenn sie mit teurer Propaganda unter die Leute gebracht wird. Das sieht man sehr gut an den jahrelangen Bemühungen, die unternommen wurden, um junge Frauen durch positive Rollenbilder und sprachliche Differenzierung verstärkt in hoch bezahlte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu locken. Auch hier widersprechen die Zahlen den Gender-Mainstream-Bemühungen: Der Frauenanteil in den entsprechenden Studienfächern ist laut einem Bericht vom „Spiegel“ (Ausgabe 39/2013) in den Jahren von 2007 bis 2011 trotz „Girls Days“ und massiver PR-Maßnahmen seitens der Unis sogar gesunken. Die gute Nachricht, die sich daraus ableiten lässt: Man darf auch bezweifeln, dass es zu mehr weiblicher Kriminalität kommen wird, wenn man in Zukunft brav BankräuberInnen und MörderInnen sagt und schreibt, wie es sich eigentlich gehören würde.

Exkurs Ende

Schluss: In den Chefetagen reibt man sich die Hände

Die „Sprache als Herrschaftsinstrument“ zu sehen, die von ihrer patriarchalen Überformung befreit werden müsse, strapaziert den sozialen Aspekt von Sprache über Gebühr und missachtet ihre Bedeutung als individuelles Ausdrucksmittel. Die individuelle Freiheit des sprachlichen Ausdrucks sollte von fortschrittlichen und liberalen Gruppierungen nicht weniger hoch veranschlagt werden als etwa die Meinungsfreiheit. Die Muttersprache als Herrschaftsinstrument zu bewerten, ist ein weitgehend ideologischer Topos, der die berechtigten und gerechtfertigten politischen Anliegen im Sinne der umfassenden Gleichbehandlung von Frauen und Männern in einen Stellvertreterinnenkampf um die Sprachvorherrschaft und damit auf einen Schauplatz transferiert, der als typisch weibliche Domäne gilt: die Kommunikation. „In der Kommunikation gibt es viele Möglichkeiten, Sprache als ein Machtmittel einzusetzen“, schreibt der Grazer Sozialpädagoge Joachim Hainzl in einem Artikel. Mein Zusatz: Eines davon ist der Maulkorb der politischen Korrektheit im Sinne des sprachlichen „Genderns“.

Die Männer, die rund um den Globus nach vor in großer Überzahl an den Machtzentralen von Politik und Wirtschaft sitzen, wird das egal sein. Vielleicht begrüßen sie es sogar, dass es nur um Worte, nicht aber um Geld, Macht und Einfluss geht. Dass es diese Männer beeindruckt, wenn feministische Politikerinnen erfolgreich das generische Femininum einführen, wie dies zum Beispiel im Jahr 2013 in Tirol bei der Formulierung des neuen Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetzes geschehen ist, halte ich persönlich für unwahrscheinlich.

Das Einzige, was passieren könnte, ist, dass den HüterInnen der politischen Korrektheit gelingt, was der Gestapo nicht gelungen ist: Nämlich dass der Bockerer (und auch die Bockerin) in Zukunft die Goschen hält, weil er immer, wenn er etwas nicht Gegendertes sagt, eine drauf kriegt.

 

PS: Wie um diese These zu untermauern, rutschte Österreich, wo mehr gegendert wird denn je zuvor, im Gleichstellungsreport 2015 des Weltwirtschaftsforums vom 19. Platz  von 2013 auf den 52. Platz ab, was die politische und wirtschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau betrifft. Länder wie Ruanda, Burundi oder Nambia liegen in diesem Ranking weit vor der Alpenrepublik. Walburg Ernst, die geschasste Vorsitzende der ÖNORM-Sprachkommission hatte einfach Recht: Das Binnen-I hat noch keiner Frau zu mehr Rechten verholfen. Wir könnten ruhigen Gewissens damit aufhören, uns selbst zu bevormunden und die Redeknöchel in sprachlichen Doppelformen mehr oder weniger freiwillig zu verstauchen, um zu politisch korrekten, aber ästhetisch humpelnden Sätzen zu gelangen.

 


(*) Im Film Der Bockerer sagt die Hauptfigur am Westbahnhof zum Gestapobeamten, der ihn zur Rede stellt, weil er den jüdischen Namen „Rosenblatt“ dem abfahrenden Migrantenzug nachgerufen hat: „Wie heißen Sie? Pfalzner? Das würde ich nie einem nachrufen – do haut’s da ja die Zähn‘ auße.“ – Dabei ist Pfalzner im Vergleich zu Begriffen wie Gender Mainstreaming, Political Correctness oder Diversity Management noch eine einfache Silbenabfolge. Es ist auffällig, dass diese Bewegungen, denen es um Gleichbehandlung, gesellschaftliche Teilhabe von Minderheiten und „Inklusion“ geht, vorwiegend mit Begriffen verfahren, die 90 % der Bevölkerung vom Verständnis ausschließen. Man kann das als Ironie sehen. Man kann es aber auch wie der Philosoph Robert Pfaller in seinem Buch „Erwachsenensprache“ als Indiz deuten, dass es sich dabei um elitäre Projekte handelt, die in Wahrheit alles andere als die Solidarität mit ökonomisch und sozial benachteiligten Menschen antreibt.

 

Weiterführende Literatur:

  • Ulrich Becher, Peter Preses: Der Bockerer. Tragische Posse, UA 1948 Scala-Theater, Wien
  • Friederike Braun, Sabine Sczesny und Dagmar Stahlberg: Das generische Maskulinum und die Alternativen. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik, Bd 167-168, 2002
  • Thomas Edlinger, Matthias Dusini: In Anführungszeichen. Glanz und Elend der Political Correctness. Edition Suhrkamp: Frankfurt/Main 2012
  • Karin M. Eichhoff-Cyrus (Hg.): Adam, Eva und die Sprache. Beiträge zur Geschlechterforschung. Bibliographisches Institut, Berlin 2004 (=Duden Thema Bd 5)
  • Pascal Gygax et. al.: Generically intended, but specifically interpreted: When beauticians, musicians, and mechanics are all men. In: Language and Cognitive Processes, 23:3, 464-485, 2008
  • Joachim Hainzl:  wortmülldeponie. Die Macht des (nicht) Geschriebenen/Gesprochenen. In: Ausreißer. Grazer Wandzeitung, #61/2014
  • Bettina Jungkunz: Zum Ingenieur geboren? Einflüsse auf die Berufswahl von Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Logos 2012
  • Maria Nicolini: Für die Balance der Geschlechter in der Sprache. In: M. N.: Das unterschätzte Vergnügen. Schreiben im Studium. Drava 2012
  • Luise F. Pusch: Alle Menschen werden Schwestern. Feministische Sprachkritik. Edition Suhrkamp: Frankfurt/Main 1990
  • Klaus Rothermund: Automatische geschlechtsspezifische Assoziationen beim Lesen von Texten mit geschlechtseindeutigen und generisch-maskulinen Text-Subjekten. In: Sprache & Kognition, Heft 17, 1998
  • Dieter E. Zimmer: Sprache in Zeiten ihrer Unverbesserlichkeit. Hoffman und Campe: Hamburg 2005