Leidenschaftliche Kontaktpflege

Das Gründerinnenzentrum Steiermark und der Business Incubator Graz luden Ende Oktober anlässlich des 5-jährigen bzw. 3-jährigen Bestehens zum get-together in die Räumlichkeiten der Impulszentren am Grazer Nikolaiplatz.

Nationalratsabgeordnete Ridi Steibl, Initiatorin der beiden Impulszentren, und Zentrumsmanagerin Gerhild Janser konnten insgesamt rund 100 Personen begrüßen – UnternehmerInnen, die in Impulszentren starteten und erfolgreich wuchsen, sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik und einige Medienvertreter.

Kleine Hilfen, große Erleichterung
„Es ist eine wichtige Aufgabe für die Politik, den Berufsalltag von Frauen zu erleichtern“, betonte Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder in der Talk-Runde mit Moderatorin Ulli Glettler. „Oft ginge es nur darum, dass z. B. die Kinderbetreuung in der Früh und am Abend eine halbe Stunde länger offen hält, damit die Frauen, die beispielsweise auf dem Weg zum Kindergarten im Verkehr stecken, weniger Stress haben und dadurch weniger Belastung“, sagte Edlinger-Ploder. „Wenn es uns gelingt, hier ein paar Dinge besser zu regeln, dann führt das insgesamt zu besseren Bedingungen für Frauen, die im Beruf stehen.“

Unternehmerinnenquote ist ausbaufähig
„Die Unternehmerinnenquote in Graz liegt derzeit bei 35,9 %; da ist noch einiges drinnen“, meinte der Grazer Stadtrat Christian Buchmann. Buchmann weiter: „Frauen sind es gewohnt, vernetzt zu denken und in Netzwerken arbeiten. Das strahlt auch das Gründerinnenzentrum aus. Das Risiko des Scheiterns wird in den Impulszentren durch Netzwerke, Coaching und den Erfahrungsaustausch zwischen den UnternehmerInnen minimiert. Die Quote der erfolgreichen Unternehmen überwiegt insgesamt in Graz die der gescheiterten bei weitem.“

Politischer Grundkonsens
In Vertretung von Finanzstadtrat Wolfgang Riedler unterstrich Stadtrat a. D. Hans Pammer die Bedeutung des Unternehmertums für die Stadt Graz: „Aus der Kommunalsteuer erwachsen Graz Einnahmen von 80 Mio. Euro. Unser Ziel ist es, diesen Betrag zu steigern. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die bereit sind, unternehmerisches Risiko auf sich zu nehmen. Ich meine, dass es zwischen den beiden Großparteien einen Grundkonsens gibt, dass man Unternehmen fördern muss.“

Viel Zeit für Strategie
„Die Start-ups sollten sich viel Zeit für ihre Strategie und die Unternehmensentwicklung nehmen“, meinte Unternehmensberater Lorenz Wied, der Mentor des Gründerinnenzentrums und des Business Incubators. Damit die Impulszentren am Nikolaplatz weiterhin am Puls der Zeit bleiben, werden Kontakte auch zu ausländischen Business Incubatoren gepflegt, demnächst auch im Wirtschafts-Vorzeigeland Finnland.

3 Punkte zum Erfolg
Die richtige Selbsteinschätzung seiner Stärken und Herausforderungen, die kontinuierliche Anpassung der Strategie an die Entwicklungen des Marktes und die Pflege der Kommunikation mit seinen (potenziellen) Kunden – diese drei Punkte nannte Ernst Wustinger, CEO von pankl racings systems, in seinem Expertenstatements als die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Wustinger muss es wissen, wuchs doch pankl racing systems seit 1995 von einem Mittelbetrieb mit 50 MitarbeiterInnen zum Weltmarktführer für Transmissionsteile für Rennautos und Hubschrauber mit über 600 MitarbeiterInnen. Wustinger: „Auch die Leidenschaft ist ein ganz wichtiger Faktor bei allen unternehmerischen Tätigkeiten. Man braucht sie, um erfolgreiche Geschäfte abzuschließen, und um Kontakte zu pflegen.“

Beim Wort genommen
Ernst Wustinger wurde beim Wort genommen: Das get-together der beiden erfolgreichen Impulszentren bot die Möglichkeit zu leidenschaftlicher Kontaktpflege bis in die späten Abendstunden.

Weitere Informationen:
Mag. Gerhild Janser, Zentrumsmanagerin Gründerinnenzentrum Steiermark und Business Incubator Graz, Nikolaiplatz 4, 8020 Graz. Tel. 0316 722301, E-Mail: gerhild.janser@business-incubator.at