Zwischen Flüchtlingslos und Heilkunst

Die Grazer Tibet-Tage 2016 bringen von 3. bis 5. März Filme zu hochaktuellen Themen ins Rechbauerkino.

Millionen Menschen sind seit der chinesischen Besatzung in den 1950er-Jahren aus Tibet geflohen. Weniger bekannt ist, dass Tausende tibetische Kinder in Europa Asyl fanden; Tibi Lhundub Tsering ist eines von ihnen: Er wurde 1963 von seiner Mutter getrennt und kam als Siebenjähriger zu seiner Pflegemutter in die Schweiz. Im Film „Tibi und seine Mütter“ von Regisseur Ueli Meier wird Tibi Jahrzehnte nach der Trennung zurück ins indische Dharamsala begleitet, Zentrum der Exil-Tibeter, wo er seine leibliche Mutter wiedertrifft. Der Film zeichnet ein berührendes Porträt über die Zerrissenheit eines Menschen zwischen zwei Kulturen.

Tibet-Tage zeigen besondere Filme

„Tibi und seine Mütter“ ist der Eröffnungsfilm der Grazer Tibet-Tage 2016, die von 3. bis 5. März im Filmzentrum im Rechbauerkino stattfinden. Das Programm präsentiert einzigartige Filme aus der Schweiz, Brasilien, Deutschland und Ungarn, die sich mit Kultur, Geschichte und Gegenwart Tibets beschäftigen. Eingebettet in das Filmprogramm ist ein Vortrag des Grazer Architekten Johannes Würzler und des Unternehmers Christian Hlade über das Schulprojekt von „Weltweitwandern wirkt“ im Himalajastaat Nepal.

Dr. Dorjee Rapten Neshat behandelt Tumorpatienten in Bangalore, Indien, erfolgreich mit Methoden der traditionellen Tibetischen Medizin. Filmstill aus "Legacy of Menla", das den Ansatz des tibetisch-indischen Arztes vorstellt.

Dr. Dorjee Rapten Neshat behandelt Tumorpatienten in Bangalore, Indien, erfolgreich mit Methoden der traditionellen Tibetischen Medizin. Hier ein Filmstill aus Adam Miklos‘ „Legacy of Menla“, dem faszinierenden Schlussfilm der Grazer Tibet-Tage, der den Ansatz des tibetisch-indischen Arztes vorstellt.

Krebsbehandlung in der Tibetischen Medizin
Spannend auch der Abschlussfilm der Tibet-Tage, „Legacy of Menla“ („Das Vermächtnis von Menla“). Der ungarische Filmemacher Adam Miklos stellt darin die Arbeit von Dr. Dorjee Rapten Neshat vor, der in Bangalore, Indien, mit großem Erfolg Krebs nach den Methoden der Tibetischen Medizin behandelt.

Erinnerung an den Tibet-Aufstand 1959

Die Tibet-Tage 2016 erinnern an den Jahrestag des Tibet-Aufstandes von 1959. Veranstalter ist das Grazer Buddhistische Zentrum She Drup Ling in Kooperation mit dem Filmzentrum im Rechbauerkino. Die Einkünfte der Tibet-Tage 2016 unterstützen das Wiederaufbauprojekt von „Weltweitwandern wirkt“ im Kathmandu-Tal.

Titelbild: Tibi und seine Mutter Youden Jampa, Filmstill aus „Tibi und seine Mütter“

Weitere Infos zu den erwähnten Filmen:

Hier geht es zur Homepage von „Tibi und seine Mütter“ inkl. Trailer.
Und unter dem folgenden Link ist der Teaser von „Legacy of Menla“ zu sehen.

Auf der Website von She Drup Ling gibt es Programmdetails und weitere Informationen.

Die Textbox unterstützt die Tibet-Tage ehrenamtlich in Sachen Pressearbeit.